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Hier können Sie anhand unserer gespeicherten NEWS-Meldungen die Geschichte der DVD sozusagen bis Adam und Eva zurückverfolgen. Detailliert und mit vielen Links auf weiterführende Informationen.
1997
31. Dezember 1997
Die Festlegung eines Standards für DVD-Audio rückt
näher. Die im DVD-Forum zusammengeschlossenen Firmen haben sich auf die grundlegenden
Parameter geeinigt, wobei diesmal keinerlei abweichende Vorschläge von irgendwelchen
Seiten kamen. Details des Standards sollen Anfang Januar 1998 an der Consumer Electronics
Show in Las Vegas bekanntgegeben werden. Bis dahin bleiben Gerüchte über 96 kHz
Abtastfrequenz und 5+1 Kanal Surroundsond ebenso Spekulation wie die Frage nach einer
eventuellen Rückwärtskompatibilität mit der heutigen Audio-CD. Noch völlig offen ist
die Frage, wie die neue DVD-Audio gegen unerwünschtes Kopieren geschützt werden soll.
Dieser Punkt ist für die Softwareindustrie von extrem hoher Wichtigkeit und man rechnet
damit, dass es noch ein halbes Jahr dauern wird, bis auch hier Einigkeit erzielt und der
Standard definitiv verabschiedet werden kann.
27. Dezember 1997
Erst in den nächsten Wochen wird das erste DVD-RAM
Laufwerk für Computer in Japan auf den Markt kommen, doch schon spricht man über eine
nächste Generation. Das DVD-Forum ist derzeit dabei, einen neuen Standard für DVD-RAM
auszuarbeiten, der zwei Ziele verfolgt: Erstens soll die Speicherkapazität von heute 2,6
GB auf 4,7 GB pro Seite erhöht werden und zweitens soll den abweichenden Vorschlägen von
Philips, Sony, Hewlett-Packard (3,0 GB) und Pioneer (3,95 GB) der Wind aus den Segeln
genommen und eine neue Einheitlichkeit hergestellt werden. Im Moment werden technische
Vorschläge von allen Geräteherstellern entgegengenommen auf deren Basis bis Juni 1998
eine Version 1,9 entwickelt werden soll. Nach umfangreichen Kompatibilitätsprüfungen
will man dann im September den offiziellen Standard Version 2,0 verabschieden, sodass im
ersten Halbjahr 1999 die ersten Geräte auf den Markt kommen könnten. Diese sollen mit
älteren Formen von DVD-RAM kompatibel sein.
24. Dezember 1997
Auf vielfachen Wunsch hin öffnet sich das DVD-Forum
Schweiz für Händler. Als nichtkommerzielle Informations- und Kommunikationsplattform
publiziert das Forum keine Inserate oder Werbebotschaften. Als Service für
DVD-Interessenten werden aber ab sofort Hinweise auf Einzelhändler veröffentlicht, die
DVD führen. Näheres dazu erfahren Sie auf der neu eingerichteten Seite Händler, wo sich interessierte Firmen auch
gleich eintragen können.
19. Dezember 1997
Ab sofort lieferbar: 36 verschiedene PAL-DVDs. Rainbow
Video in Pratteln vertreibt die Produkte der deutschen Firma Euro Video an den Schweizer
Fachhandel. 36 Titel
sind dort ab sofort zu haben, alle in deutscher Sprache, ohne Ländercode-Beschränkung
und in PAL. Darunter befinden sich Filme wie Das Boot und Stille Tage in Clichy,
Musikprogramme von Tina Turner und den Rolling Stones, sowie Zeichentrickfilme mit Zabu
und Asterix. Details auf der Seite Software.
5. Dezember 1997
Am 5. Dezember hat im Tokyo Intercontinental Hotel eine
mit Spannung erwartete Sitzung des DVD-Forums stattgefunden. Dabei wurde über den
Audio-Standard für 625/50 DVDs (PAL) entschieden und mit 8 gegen 2 Stimmen (Philips und
Sony) folgender Beschluss gefasst: Dolby Digital ist auf PAL-DVDs ab sofort nicht mehr nur
geduldet, sondern gehört nun zu der Gruppe der vorgeschriebenen Tonsysteme, von denen
mindestens eines auf der DVD vorhanden sein muss. PAL-DVDs müssen von nun an mindestens
eines der 3 folgenden Systeme enthalten: Linear PCM, MPEG-1, Dolby Digital. Weitere
Formate wie DSSD, DTS, oder MPEG-2 sind als Ergänzung erlaubt. Dies bedeutet, dass 625/50
(PAL) DVDs nun mit Dolby Digital Ton fabriziert werden können, ohne dass zugleich auch
irgendeine Form von MPEG (1 oder 2) auf derselben DVD enthalten sein müsste. Dies ist aus
Gründen der Datenökonomie für die Filmindustrie von Bedeutung. Am Rande der
Veranstaltung wurde bekannt, dass die Entscheidung so gefallen sei, weil bis Ende Oktober
kein zuverlässig funktionierender MPEG-2 Encoder verfügbar gewesen sei und die
Filmindustrie die Einführung von europäischen DVDs mit Mehrkanalton nicht noch weiter
hinausschieben wollte. Dies deutet darauf hin, dass die amerikanische Filmindustrie ihre
DVDs auch in Europa ausschliesslich mit Dolby Digital Ton ausstatten und DD damit zum
Weltstandard machen könnte. Da jedoch bisher noch kein Studio eine entsprechende
Erklärung veröffentlicht hat, erwarten manche Branchenbeobachter, dass bestimmte Firmen
ihre Produkte mit MPEG-2 Surroundsound auf den Markt bringen werden, andere wiederum mit
Dolby Digital. Beides ist vom neuen Standard her möglich.
4. Dezember 1997
Toshiba und Microsoft haben gemeinsam Treiber-Software
für Windows 98 kompatible DVD-Decoder-Karten entwickelt. Diese wird bereits in der Beta
3.0 Version von Windows 98 enthalten sein.
3. Dezember 1997
Mitsubishi Chemical wird in Singapur die Produktion von
DVDs aufnehmen. Dort werden bereits 3 Millionen CD-R pro Monat fabriziert, dazu eine
Million Hard Disks und 700.000 CD-RW. Nun werden die Produktionsanlagen so ausgebaut, dass
ab April 1998 dort monatlich auch 200.000 DVD-RAM und 300.000 DVD-R hergestellt werden
können. Mitsubishi Chemical ist die erste japanische Firma, die DVD-RAM ausserhalb des
Heimatlandes fabriziert.
27. November 1997
Endlich geht's auch los mit DVD-ROM. Nachdem in der
Schweiz bereits mehrere DVD-ROM Drives lieferbar sind, gibt es nun endlich auch die erste
Software in deutscher Sprache. "Gold 3" heisst die DVD des deutschen Publishers
Topware (in der Schweiz vertreten durch Videophon, Zürich, Verkauf über den Fachhandel),
und sie enthält mehr als 40 Anwendungsprogramme für den PC, unter anderem von Borland,
McAfee, Micrografix und Topware. Da man, nach Angaben des Herstellers, dieselben Programme
auch auf 10 verschiedenen CD-ROMs kaufen kann, ist der empfohlene Verkaufspreis von Fr.
49,95 für die DVD als sensationell zu bezeichnen.
26. November 1997
Das Festlegen eines (zunächst vorläufigen) Standards
für DVD-Audio könnte schon im 1. Vierteljahr 1998 erfolgen. Diese Auffassung vertreten
die RIAA (Recording Industry Association of America) und das ISC (The worldwide recording
industry's International Steering Committee). Grössten Wert legen die beiden Gremien nach
Angaben von RIAA Senior Executive VP Cary Sherman darauf, dass man sich auf ein einziges
Format einigt, das weltweit auf jedem Player abgespielt werden kann. Beobachter
interpretieren diese Aussage als verklausuliertes Plädoyer für ein Hybrid-Format, das
sowohl auf CD-Playern als auch auf DVD-Spielern benützt werden könnte.
18. November 1997
Jetzt gibt es in der Schweiz eine Firma, die sich
exklusiv auf den Verkauf von allem spezialisiert hat, was mit DVD zu tun hat. Der DVD-Shop in Lenzburg hat sich zum Ziel gesetzt, alle auf
DVD erhältlichen Filme und Computerprogramme per Versandhandel anzubieten (auch
Occasionen), ebenso auch DVD-Video-Player, DVD-ROM Laufwerke und MPEG-2 Grafikkarten. Nach
Auskunft von Stefan Brüngger ist noch nicht allzuvieles direkt ab Lager lieferbar, das
Angebot soll aber zügig ausgebaut werden.
10. November 1997
Panasonic hat in der Nähe von Los Angeles
eine Fabrik für DVDs in Betrieb genommen. Es ist dies nach Firmenangaben die erste
amerikanische Fabrik, die ausschliesslich DVDs herstellt und nicht auch noch andere
optische Platten. Die Fertigungskapazität der Anlagen beträgt, bei 50 Mitarbeitern,
600.000 Stück pro Monat, im nächsten Jahr sollen mit 200 Mitarbeitern monatlich 2
Millionen DVDs fabriziert werden.
29. Oktober 1997
Panasonic wird im Januar 1998 mit dem Verkauf
von DVD-RAM Drives für Computer beginnen. Die Geräte sollen zunächst nur in Japan und
den USA angeboten werden und ca. $ 800,- kosten. Gleichzeitig kommen bespielbare Platten
in zwei Versionen auf den Markt. Doppelseitige DVD-RAM mit einer Kapazität von insgesamt
5,2 Gigabytes für ca. $ 40,- und einseitige mit 2,6 Gigabytes für ca. $ 25,-. Das
entspricht einem Preis von weniger als einem Cent pro Megabyte. Interessantes Detail: Die
doppelseitigen Platten sind fix in eine Cartridge eingebaut, die einseitigen kann man auch
herausnehmen und daher in jedem DVD-ROM Player abspielen. Ein Datum für eine eventuelle
Markteinführung in Europa ist noch nicht bekannt.
28. Oktober 1997
Kaum haben Panasonic und Toshiba an der Japan
Electronics Show mit ihren besonders kleinen DVD-Playern Furore gemacht, gibt es schon wie
der einen neuen Weltrekord. Samsung hat einen DVD-Portable vorgestellt, der weniger als
ein kg wiegt und nur 20 x 16 x 0,5 cm gross ist. Das Gerät kann nicht nur an Fernseher
oder Videoprojektoren angeschlossen werden, sondern auch an eine kleine Brille mit
eingebauten LCD-Displays. Damit kann man auch auf Reisen Filme ansehen ohne zu stören
oder gestört zu werden. Ausserdem lässt sich der Player sogar an Computer anschliessen
und so als transportabler DVD-ROM-Drive einsetzen. Zu kaufen gibt's das kleine Wunderding nach Werksangaben allerdings
erst im 2. Halbjahr 1998.
21. Oktober 1997
Die DVD ist ein halbes Jahr nach ihrer Einführung in
den USA ein bedeutend grösserer Verkaufserfolg als es der Videorecorder und die Compact
Disc im Vergleichszeitraum gewesen sind. Das hat die amerikanische Consumer Electronics
Manufacturers Association (CEMA) bekanntgegeben. In den ersten 6 Monaten wurden in den USA
200.000 DVD-Abspielgeräte verkauft. Der Videorecorder hat nach seiner Einführung 1975
zwei Jahre gebraucht um auf dieselbe Zahl zu kommen. Als 1983 die Compact Disc eingeführt
wurde, gingen im ersten Jahr nur gerade 35.000 Geräte über die Ladentische, die Zahl von 208.000 Stück wurde im
darauffolgenden Jahr erreicht. Die CEMA erwartet, dass in den USA bis Ende dieses Jahres
400.000 DVD-Spieler verkauft sein werden und dass 1998 eine weitere Million dazukommen
wird.
12. Oktober 1997
Vom 6. bis zum 10. Oktober hat in Tokyo die Japan Electronics Show stattgefunden. Die
wichtigsten Neuheiten auf dem Sektor DVD kamen dabei von Toshiba und von Panasonic.
Toshiba zeigte zwei DVD-Abspielgeräte mit geringen Abmessungen, die im Design an
"Midi"- und "Mini"-HiFI Systeme angepasst sind und die es in Japan
schon demnächst zu kaufen geben soll. Panasonic überraschte mit funktionsfähigen
Prototypen eines "DVD-Walkman", der aussieht wie ein sehr kleiner
Laptop-Computer mit 16:9 LCD-Bildschirm. Für dieses Gerät wurden noch keine Angaben zu
Preis und Liefertermin gemacht.
29. September 1997
Das DVD-Forum hat soeben einstimmig den Standard für
DVD-R verabschiedet. Vorausgegangen sind umfangreiche Abklärungen durch mehr als 20 Hard-
und Softwarehersteller, um die Betriebssicherheit des Systems sowie die Kompatibilität
mit DVD-Video und DVD-ROM sicherzustellen. DVD-R (recordable) sind DVDs, die man selbst
bespielen, nicht aber wieder löschen kann. Ihre Kapazität beträgt 3,95 GB in der
einseitigen Version, die doppelseitige speichert bis zu 7,9 GB. Es wird erwartet, dass
entsprechende Platten und Aufnahmegeräte noch in diesem Jahr auf den Weltmarkt kommen.
Eine Erweiterung der Kapazität auf 4,7 GB pro Seite unter Beibehaltung der
Kompatibilität ist für Ende 1998 vorgesehen.
28. September 1997
Eine der Hauptattraktionen der Computermesse ORBIT in
Basel, die am 27. September zu Ende gegangen ist, war der DIGITAL PLANET. An dieser
Sonderschau für digitale Zukunftsentwicklungen gab es alle 30 Minuten einen Kurzvortrag
zu irgendeinem Spezialthema. Absoluter Publikumsrenner unter diesen Fachreferaten war der
Vortrag von Albrecht Gasteiner zum Thema DVD. Das Interesse daran war so gross, dass am
letzten Messetag noch ein zusätzlicher Termin eingeschoben werden musste.
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