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Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen. Falls
ausgerechnet Ihre Frage nicht dabei ist, stellen Sie sie uns in unserem Gästebuch. Sie haben gute Chancen, rasch eine
kompetente Antwort zu bekommen.
| 525/60 | Fernseh-Abtastsystem in den NTSC-Ländern. 525 horizontale Zeilen und 60 Halbbilder pro Sekunde. | |
| 625/50 | Fernseh-Abtastsystem in den PAL- und SECAM-Ländern. 625 horizontale Zeilen und 50 Halbbilder pro Sekunde. | |
| ADC | Analog-to-Digital Converter. Wandelt analoge Signale in digitale Datenströme um. | |
| AC-3 | Ursprüngliche Bezeichnung von Dolby Digital | |
| Anamorphotisch | Anamorphotisch komprimiert (horizontal zusammengestaucht) sind Breitbild-Videoprogramme, die auf Breitbild-Fernsehern die optimale Vertikalauflösung ergeben. Zum Abspielen auf normalen 4:3 Fernsehern werden oben und unten schwarze Horizontalbalken eingefügt. | |
| ANSI | American National Standards Institute | |
| Area Code | Auch Ländercode oder Country Code genannt. Erlaubt es den Produzenten, die Abspielbarkeit einer DVD-Video auf bestimmte Länder zu begrenzen. | |
| Aspect Ratio | TV-Seitenverhältnis. Beim Standard-TV verhalten sich Breite und Höhe zueinander im Verhältnis 4:3 bzw. 1,33:1, bei Breitbild-TV sind es 16:9 bzw. 1,78:1 | |
| Bit | Binary Digit. Kleinste Informationseinheit in der Digitaltechnik. | |
| Byte | Datenpaket, bestehend aus 8 Bits. | |
| CD | Compact Disc. Optischer Datenträger. | |
| Channel | Kanal, in der Regel ein Teil einer Audioinformation | |
| CGMS | Copy Generation Management System. Code auf einer DVD, der darüber bestimmt, ob die DVD kopiert werden kann oder nicht. | |
| Codec | Coder/Decoder. Hard- oder Software zum Encodieren und Decodieren von Signalen | |
| Composite Video | Analoges Videosignal, bei dem Helligkeits-, Farb- und Synchronisationsinformationen zu einem einzigen Signal zusammengefasst sind. | |
| CPPM | Copy Protection for Prerecorded Media. Neueres Datenverschlüsselungssystem, das das digitale Kopieren von DVDs verunmöglichen soll. Entwickelt von Matsushita, Toshiba, Intel und IBM | |
| CPRM | Copy Protection for Recordable Media. Neueres Datenverschlüsselungssystem, das das digitale Kopieren von DVD-RAM und SD-Cards verunmöglichen soll. Entwickelt von Matsushita, Toshiba, Intel und IBM | |
| CPU | Central Processing Unit. Herzstück eines Computers. | |
| CSS | Content Scrambling System. Datenverschlüsselung, die es verunmöglichen soll, eine digitale Kopie von einer DVD zu machen. | |
| DAC | Digital-to-Analog Converter. Wandelt digitale Datenströme in Analogsignale um. | |
| DAD | Digital Audio Disc, nicht geschützte Bezeichnung, die gelegentlich auf DVDs zu finden ist, die kaum Videoinformationen enthalten, sondern sich auf hochwertige Musikübertragung konzentrieren. | |
| DAT | Digital Audio Tape | |
| DD | Dolby Digital. System zur datenreduzierten Codierung von Audio-Signalen. Kann 1 - 5+1 Kanäle enthalten. Das mit Abstand am meisten verwendete Audio-System auf DVDs. | |
| DD EX | Dolby Digital System bei dem aus den Signalen der beiden Surround-Kanäle per (Analog-)Matrixschaltung ein Signal für einen 6. Lautsprecher gewonnen wird, der in der Mitte hinter den Zuhörern platziert wird. | |
| Direct Show | Von Microsoft entwickelter Software-Standard zum Abspielen von DVD-Video in Computern mit Windows Betriebssystem | |
| DIVX | Ein Verfahren, das Videoprogramme sehr viel stärker komprimiert als MPEG, damit man sie auch übers Internet übertragen kann. Zunächst bekannt für schlechtere Bildqualität und Kompatibilitätsprobleme wegen verschiedener Versionen, mittlerweile viel besser. | |
| Dolby Pro Logic | Technik (oder Chip) zum besseren Extrahieren von Surround- und Center-Kanal Informationen aus einem Dolby-Surround codierten Stereosignal. | |
| Dolby Surround | Aus der Analog-Zeit stammendes Verfahren zur Verschachtelung von Surround-Sound- und Center-Kanal Informationen in ein Stereo Audiosignal. Bei der Wiedergabe gelingt das Wiederherstellen der originalen Mehrkanalinformation nur höchst ungenügend. | |
| DSD | Direct Stream Digital. System zur Codierung von Audiosignalen ohne Datenreduktion. Ist auf DVD-Audio nur als Ergänzung zu anderen Audio-Systemen erlaubt. | |
| DS-DL | Double Sided - Dual Layer. Doppelseitig bespielte DVD mit je zwei Informationsschichten. (DVD-18) | |
| DS-SL | Double Sided - Single Layer. Doppelseitig bespielte DVD mit je einer Informationsschicht. (DVD-10) | |
| DTCP | Digital Transmission Content Protection. Kopierschutzsystem für digitale Datenübertragung, z. B. vom DVD-Player zum Audio-Surround-Verstärker via IEEE 1394, auch Firewire oder I-Link genannt. | |
| DTS 5.1 | Digital Theatre Sound. Von Lucasfilm entwickeltes System zur datenredizierten Codierung von Surroundsound-Audio-Signalen. Ist auf DVDs nur als Ergänzung zun anderen Audio-Systemen erlaubt. | |
| DTS 24/96 | DTS-System, bei dem die Zusatzinformationen einer 96 kHz Aufzeichnung mit übertragen werden. | |
| DTS ES Matrix 6.1 | DTS-System bei dem aus den Signalen der beiden Surround-Kanäle per (Analog-)Matrixschaltung ein Signal für einen 6. Lautsprecher gewonnen wird, der in der Mitte hinter den Zuhörern platziert wird. | |
| DTS ES Discrete 6.1 | DTS-Surroundsound mit einem 6., separat auf der DVD untergebrachten, Audiokanal, der in der Mitte hinter den Zuhörern platziert wird | |
| DTS Neo6 | Versucht, wie Dolby Surround, aus einem Stereosignal, das matrixcodierte Surroundinformationen enthält, das originale Mehrkanalsignal zu rekonstruieren. Wie dort so auch hier kein richtiger Surroundsound möglich. | |
| DV | Digital Video. Digitales Videoformat mit Magnetbandkassette. | |
| DVD | Digital Versatile Disc. | |
| DVD-A | DVD-Audio. Mit Audioprogrammen bespielte DVD, die nicht gelöscht oder überschrieben werden kann. | |
| DVI | Digital Visual Interface. Schnittstelle für die Uebertragung digitaler Videosignale. Ermöglicht Datenraten von bis zu 3,96 GBit/sec. | |
| DVD-R | DVD Recordable. DVD, die ein einziges Mal bespielt werden kann. | |
| DVD-RAM | DVD Random Access Memory.DVD, die immer wieder neu bespielt werden kann. Kann auf konventionellen DVD-Playern nicht abgespielt werden. | |
| DVD-ROM | DVD Read Only Memory. Mit Daten bespielte DVD, die nicht gelöscht oder überschrieben werden kann. | |
| DVD+RW | DVD plus ReWritable. DVD, die immer wieder bespielt werden kann. Kann auch auf konventionellen DVD-Playern abgespielt werden. | |
| DVD-V | DVD Video. Mit Videoprogrammen bespielte DVD; die nicht gelöscht oder überschrieben werden kann. | |
| DVI | Digital Visual Interface. Digitale Schnittstelle zur Uebertragung von Video mit einer Bandbreite von bis zu 160 MHz | |
| FF | Full Frame. Formatfüllendes Bild auf einem Fernseher mit dem Standard Seitenverhältnis von 4:3. | |
| Firewire | Offizieller Name: IEEE 1394. Standard zum Austausch von digitalen Daten zwischen verschiedenen Geräten, auch Audio- und Videogeräten. Transportkapazität bis zu 392 MBit/sec. | |
| FPS | Frames per Second. Bilder pro Sekunde. | |
| GB | Gigabyte. Eine Milliarde Bytes. | |
| HDCP | High Bandwidth Digital Content Protection Kopierschutz für den Transport digitaler Videosignale | |
| HDMI | High Definition Multimedia Interface. Digitale Schnittstelle für hochauflösendes Video plus 8-Kanal Audio, Transportkapazität 5 GBit/sec. | |
| Komponenten-Video | Video-Information in Form getrennter Signale entweder für Rot, Grün und Blau oder für die Komponenten Y, R-Y und B-Y in digitaler oder analoger Form. | |
| Letterbox | Damit die gesamte Breite eines Breitbildprogrammes auf einem Standard-Fernseher gezeigt werden kann, werden oben und unten schwarze horizontale Balken eingefügt, sodass das eigentliche Bild im Extremfall schmal wie ein Briefkastenschlitz werden kann. | |
| Macrovision | Störimpulse, die einem Videosignal beigemischt werden und die bewirken, dass eine Aufnahme dieses Videosignales auf einem Videorecorder stark gestört wird. | |
| MLP | Meridian Lossless Packing. Verlustfreies Daten-Kompressionsverfahren, das die maximale Spieldauer von PCM-Aufzwichnungen auf DVD-Audio um bis zu 55% verlängert. | |
| MPEG | Motion Pictures Experts Group. Internationales Komitee, das unter anderem die MPEG-Familie von Audio- und Videokompressions-Standards festgelegt hat. | |
| MPEG-1 | Bei Video: System zur datenreduzierten Codierung mit niedriger Bildqualität. Verwendet bei CD-I und Video-CD. Bei Audio: System zur datenreduzierten Codierung von bis zu 2 Kanälen. | |
| MPEG-2 | Bei Video: System zur datenreduzierten Codierung mit hoher Bildqualität. Verwendet bei DVD. Bei Audio: System zur datenreduzierten Codierung von bis zu 7+1 Kanälen. | |
| Multiangle | Auf manchen DVDs angebotene Möglichkeit, ein- und dieselbe Szene nach Wunsch aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. | |
| Multichannel | Mehrkanaligkeit. | |
| NTSC | National Television Systems Committee. Fernseh-Standard in den USA und in Japan. | |
| PAL | Phase Alternate Line. Fernseh-Standard in Europa. | |
| PCM | Pulse Code Modulation. Audio Standard ohne Datenreduktion. | |
| Progressive Out | Es werden nicht, wie üblich, 50 Halbbilder pro Sekunde ausgegeben, sondern 50 Vollbilder. Dies führt bei Kinofilmen oft zu höherem Schärfeeindruck, allerdings nur auf entsprechend eingerichteten Projektoren oder Displays und fast immer nur bei NTSC-DVDs | |
| P/S | Pan-and-Scan. Breitbild-DVDs können so programmiert werden, dass beim Abspielen auf einem Standard 4:3 Fernseher das Originalbild nicht einfach links und rechts abgeschnitten, sondern immer der tatsächlich wichtigste Ausschnitt gezeigt wird. | |
| RGB | Video-Information in Form von getrennten Signalen für Rot, Grün und Blau. | |
| RS-DL | Reverse Spiral Dual Layer. DVD, deren Programm auf zwei Schichten verteilt ist (DVD-9). Die Abtastung beginnt von innen nach aussen, an einer vorprogrammierten Stelle springt der Laser unmerklich auf die zweite Informationsschicht, die von aussen nach innen verläuft. | |
| SMPTE | Society of Motion Picture and Television Engineers. Internationale Organisation für Forschung und Standardisierung. | |
| SS-DL | Single Side - Dual Layer. Einseitig bespielte DVD mit zwei Informationsschichten. (DVD-9) | |
| SS-SL | Single Side - Single Layer. Einseitig bespielte DVD mit einer Informationsschicht. (DVD-5) | |
| S-Video | Auch Y/C oder (nach dem Buchsenhersteller) Hosiden genannt. Standard zum Austausch von Videosignalen zwischen Geräten. Dabei werden die Informationen für Helligkeit (Y) und Farbe (C) separat transportiert, damit sie einander nicht beeinträchtigen können. | |
| THX | Tom Holman Experiment. Empfehlungen für die technische Uebertragungsqualität von Audio-Wiedergabeanlagen. | |
| UDF-Bridge | Einheitliches Datenformat für Audio, Video und Daten auf der DVD. | |
| Watermark | Unhörbares Identifikationssignal in einer DVD-A, das die Herkunft einer Aufnahme auch nach einer Übertragung in niedrigster Qualität noch zweifelsfrei feststellen lässt. | |
| Widescreen | Breitbild. |
Wer hat eigentlich DVD entwickelt?
DVD ist ein Weltstandard, der von namhaften
Firmen der Hard- und Softwarebranche aus aller Welt gemeinsam entwickelt wurde und der
inzwischen von praktisch allen Firmen des Weltmarktes übernommen worden ist.
Die federführenden Firmen im DVD-Forum sind seit Anbeginn: Hitachi, JVC, Matsushita,
Mitsubishi, Philips, Pioneer, Sony, Thomson, Time Warner und Toshiba. Seit Herbst 1997
gehören auch noch Sanyo und Sharp dazu. Die Gruppe, die die DVD-Audio entwickelt hat,
umfasst 40 Firmen aus Hard- und Software, sowie der Computer- und Halbleiterbranche.
Kann man auf der DVD auch selbst
aufnehmen?
Ja. DVD wird sowohl als
Datenspeicher im Computer benützt als auch - seit 2001 - als neuartiger
Videorecorder.
Heisst das, dass man in Zukunft
auf DVDs aufnehmen wird statt auf VHS-Kassetten?
Richtig. Denn damit bekommt man auch
bei Eigenaufnahmen nicht nur die überlegene Bild- und Tonqualität der DVD, man
profitiert auch von ihrem grossartigen Bedienungskomfort und ihrer
Abnützungsfreiheit.
Setzt man DVD auch in
Video-Camcordern ein?
Ja. Damit bekommt man nämlich
nicht nur ein kompaktes und mechanisch relativ unproblematisches Laufwerk, man kann auch
innerhalb der DVD editieren und braucht dafür nicht auf ein externes Schnittsystem oder
einen zweiten Videorecorder zu überspielen. Für die Aufnahme wird dabei ein recht
grosser Aufwand betrieben: Solche Geräte sind ja unter Umständen heftigen Stössen
ausgesetzt, und diese würden den Laser aus der Spur werfen. Für die Wiedergabe ist das,
wie man am Beispiel der MiniDisc sehen kann, nicht so schlimm, denn da gibt es einen
Zwischenspeicher, aus dem das System sich für kurze Zeit bedienen kann, bis der Laser die
Spur wieder gefunden hat. Bei der Aufnahme muss man hingegen zusätzlich noch ein zweites
Lasersystem einsetzen. Das zweite muss ständig kontrollieren, ob das, was das erste
geschrieben hat, auch in Ordnung ist und die Elektronik hat dafür zu sorgen, dass
eventuell fehlerhafte Teile aus dem Zwischenspeicher geholt und nochmals geschrieben
werden.
Wird die DVD demnächst die
VHS-Kassetten in Verleihshops ergänzen oder ersetzen?
Eigentlich spricht alles
dafür. Bild- und Tonqualität sind gewaltig besser, der Bedienungskomfort ist
unvergleichlich und vor allem nützt sich die DVD auch durch oftmaliges Abspielen nicht
ab. Es werden schon heute mehr DVDs verkauft als VHS-Kassetten, dasselbe
kündigt sich auch im Verleihgeschäft den Videotheken an.
Was ist DIVX ?
Einfach gesagt: Was MP3 für
Audio, ist DIVX für Video. Also ein Kompressionsverfahren, das die Datenmenge so
stark verringert, dass sich die Dateien sogar innerhalb einigermassen
erträglicher Zeit übers Internet übertragen lassen. Darunter leidet natürlich
die Bild- und Tonqualität. Auch gilt das Verfahren als unzuverlässig, denn bei
den vielen verschiedenen Versionen, die es von DIVX gibt, sind
Kompatibilitätsprobleme an der Tagesordnung. DIVX wird häufig zum privaten
Herstellen selbst gebrannter DVDs benützt, fabrikbespielte DVDs gibt es nicht.
Abspielen kann man DVDs mti diesem Format in den meisten Computern, allerdings
gibt es erst wenige Heim-DVD-Player, die DIVX abspielen können.
Wie sieht es mit der
Bildauflösung von DVD im Vergleich zu anderen Medien aus?
Bei VHS liegt die
Horizontalauflösung in der Gegend von 240 Linien (Farbe) und 270 Linien (schwarz/weiss).
Die grosse, in Europa kaum verbreitete, Laserdisc kommt auf 425 Linien und DVD erreicht
mehr als 540 Linien, vorausgesetzt natürlich, dass das Quellmaterial genügend hochwertig
ist.
PAL arbeitet doch mit 625
horizontalen Zeilen, NTSC mit 525. Ist deswegen die Bildqualität einer NTSC-DVD
schlechter?
Sie ist nicht schlechter, und zwar aus
zwei Gründen: Erstens, weil es genaugenommen gar keine PAL- und NTSC-DVDs gibt. Mit
diesen Begriffen beschreibt man nämlich die verschiedenen Systeme, Helligkeits- und
Farbinformation miteinander zu verschachteln, auf DVDs sind diese beiden Informationen
aber sauber voneinander getrennt. Korrekterweise müsste man also von 625/50 und von
525/60 sprechen - was für ein Videosignal letztlich an den Fernseher abgegeben wird,
entscheidet sich erst im Abspielgerät. Daraus folgert, dass all die Beeinträchtigungen
der Bildqualität, die man von NTSC Fernsehbildern her kennt, bei der DVD gar nicht
auftreten können. Zweitens macht sich die etwas geringere Zeilenzahl von 525/60 DVDs
nicht in schlechterer Bildschärfe bemerkbar. Nur die Bildhöhe ist hier ein bisschen
geringer. Dieser Unterschied ist aber so klein, dass man ihn kaum bemerkt. Anders als bei
bespielten VHS-Kassetten können also bei DVD Japan-Importe durchaus dieselbe
Bildqualität haben wie europäische Produktionen.
Warum ist die
Spieldauer amerikanischer Filme auf europäischen DVDs kürzer als auf
amerikanischen?
Das liegt nicht
etwa daran, dass auf den europäischen DVDs irgendwelche Szenen unterschlagen
würden. Ein- und derselbe Film läuft in Europa etwa 4 Prozent schneller als in
Amerika. Das hat mir der recht komplizierten Uebertragung von Film auf Video zu
tun. Für Länder mit dem Fernsehsystem NTSC (525/60) wird der Film mit seinen 24
Bildern pro Sekunde auf 30 Vollbilder übertragen, für Länder mit dem
Fernsehsystem PAL (625/50) auf 25 Vollbilder. Wie das genau funktioniert, wird
hier
beschrieben (englisch). Obwohl mit dem "PAL-Speed-up" auch eine Erhöhung der
Tonspur um nahezu einen Halbton einhergeht, wird dieser Unterschied in der
Praxis von kaum jemandem wahrgenommen.
Manche DVD-Spieler haben
einen "Progressive Output". Was bietet dieser an Vorteilen?
Hier wird das
Bild nicht, wie üblich, in Form von 50 Halbbildern pro Sekunde ausgegeben,
sondern mit 50
Vollbildern. Das kann bei Kinofilmen zu einem erhöhten Schärfeeindruck und zu
einer Reduktion des Bildflimmerns führen, was allerdings bei Fernsehgeräten in
"Normalgrösse" nahezu unbedeutend ist und erst im Zusammenspiel mit Projektoren
oder grossen Displays eine signifikante Rolle spielt. Der Effekt ist ähnlich dem
Unterschied zwischen normalen und 100 Hz Fernsehgeräten. Wegen des geringen
Gewinns an Bildqualität sind in Europa Fernsehgeräte mit Komponenteneingang für
progressive Signale noch nahezu unbekannt, hingegen gibt es eine wachsende Zahl
von Videoprojektoren, LCD- und Plasma-Bildschirmen dieses Format verarbeiten können.
Dabei bleibt zu bedenken, dass der
"Progressive Output" der DVD-Spieler, auch wenn das in den Prospekten kaum
jemals angegeben ist, bisher meist nur bei 525/60 (NTSC)-DVDs funktioniert. Für
625/50 (PAL) DVDs wird die Freigabe im März 2003 erwartet. Eine ausführlichere
Beschreibung der Thematik gibt es bei http://www.loehneysen.de/progressive.html
und, noch viel genauer, aber auf englisch, bei
http://www.dvddemystified.com/dvdfaq.html#1.40
Es gibt an
DVD-Spielern
verschiedene Video-Ausgänge. Wodurch unterscheiden sich diese voneinander ?
Die niedrigste
Qualitätsstufe bietet die "Composite" oder "FBAS" genannte Verbindung per
Cinch-Stecker (auch RCA genannt) oder (selten) BNC. Da werden Helligkeits- und
Farbinformation ineinander verschachtelt übertragen, was dazu führt, dass sie
sich gegenseitig in die Quere kommen und die Bildqualität leidet. Besser wird's
per "Y/C", auch "S-Video" oder "Hosiden" genannt, denn da werden die
Informationen für Helligkeit und Farbe voneinander getrennt vom Player zum
Fernseher übertragen. Die besten Resultate erreicht man, wenn auch noch die
Grundfarben voneinander getrennt übertragen werden, das heisst dann "RGB" (für
Rot, Grün und Blau). Damit können auch Signale mit progressiver Zeilenausgabe
transportiert werden, die bei manchen Grossbildschirmen und Projektoren
Vorteile bringen. Bequemerweise sind alle 3 Uebertragungsarten im europäischen
SCART-Stecker enthalten. Wenn man seinen DVD-Spieler per SCART-Kabel an den
Fernseher anschliesst, kann man sich also in den Menüs der beiden Geräte bequem
aussuchen, welche Uebertragungsart man bevorzugt. Das ist wichtig, da nicht alle
Fernseher RGB akzeptieren, manche gar nur Composite. Da die SCART-Verbindung in
den USA unbekannt ist, hat sich dort als hochwertige Verbindung das "Komponenten"-Format
eingebürgert, das ebenfalls die Uebertragung von progressiven Signalen erlaubt.
Hier werden auf 3 separaten "Cinch"-Kabeln die Signale "Y,U,V" oder "Y,Pb,Pr"
oder "Y,Cb,Cr" oder "Y,R-Y,B-Y" transportiert, das sind intelligenterweise nicht
weniger als 4 verschiedene Bezeichnungen für ein- und dasselbe, nämlich
Helligkeit sowie die beiden Farb-Differenzsignale Rot minus Helligkeit und Blau
minus Helligkeit. Qualitativ sind RGB und Komponenten gleich, man kann die
beiden Formate sogar gegenseitig umrechnen. Das Komponentenformat ist aber
insofern praktischer als die Signalaufzeichnung auf der DVD in genau diesem
Format erfolgt und unterwegs keinerlei Umrechnungen erforderlich sind, wenn der
Fernseher oder Projektor dieses Format verstehen.
MPEG-2 sollte ursprünglich
der Standard für Mehrkanal-Ton in Europa werden. Praktisch alle hier erhältlichen DVDs
enthalten aber Dolby Digital (AC-3). Ist der Standard geändert worden?
Natürlich ist es
unpraktisch, zwei verschiedene Mehrkanal-Tonsysteme zu haben, obwohl es sowohl für das
eine als auch für das andere gute Argumente gibt. Es könnte aber durchaus dazu kommen,
dass sich Dolby Digital (AC-3) als de-facto Standard weltweit durchsetzt. Die Vorschriften
für den DVD-Standard sind nämlich im Dezember 1997 dahingehend geändert worden, dass
MPEG-2 als Mehrkanal-Tonsystem für 625/50 DVDs nun nicht mehr zwingend vorgeschrieben,
sondern nur noch als Zusatz erlaubt wird. Seit 5. Dezember 1997 ist für europäische DVDs
vorgeschrieben, dass eines der folgenden 3 Tonsysteme zur Anwendung kommt: Linear-PCM
(mono oder stereo), MPEG (mono, stereo oder 5+1-Kanal) Dolby Digital (mono, stereo oder
5+1-Kanal). Andere Systeme sind erlaubt, aber nur zusätzlich zu einem der drei
Pflichtsysteme. Das bedeutet, dass die Software-Hersteller Dolby Digital nun auch auf
europäischen DVDs verwenden dürfen ohne zugleich auch irgendeine Form von MPEG auf die
DVD aufbringen zu müssen. .
Ist auch DTS Mehrkanalton
auf DVDs möglich?
Ja. Es ist vom
DVD-Standard her erlaubt, sofern auch mindestens eines der vorgeschriebenen Audioformate
auf der DVD vorhanden ist (siehe die vorhergehende Frage). Praktisch
alle neueren DVD-Player können auch den DTS-Datenstrom ausgeben, es sind auch
viele Player auf dem Markt, die den DTS-Decoder
bereits eingebaut haben. Da DTS-Ton etwa viermal soviel
Speicherplatz beansprucht als Dolby Digital, reduziert sich dadurch allerdings die Zahl der
möglichen Sprachversionen stark. Bei Musikprogrammen, wo es nur eine Version
gibt, stellt dies kein Problem dar, also findet man DTS-Sound auf sehr vielen
DVD-V mit Musikprogrammen. Vorsicht: DVD-Spieler der ersten und zweiten Generation geben von
DTS-codierten DVDs nur den Stereo-Ton wieder
Die DVD-Videoplayer der
ersten und zweiten Generation können DTS-Surroundsound nicht wiedergeben. Kann man sie
entsprechend nachrüsten?
Nein. Diese Geräte geben
bei DTS nur Stereoton aus.
Braucht man einen Decoder,
um die Audio-Spuren einer DVD-V hören zu können?
Nein, sofern Sie mit Mono, Stereo und Dolby Surround zufrieden sind. Denn diese Tonformate
werden von jedem DVD-Spieler an seinen RCA (Cinch-) Buchsen ausgegeben. Ob dort Mono,
Stereo oder Dolby Surround herauskommt, hängt davon ab, was auf der DVD drauf ist. Bei
alten Filmen ist der Ton sicher in Mono, neuere Produktionen bieten meist Stereo mit Dolby
Surround. Decoder brauchen Sie nur, wenn Sie Surround-Sound mit 5+1 vollständig
voneinander getrennten Kanälen haben wollen, die alle den vollen Frequenzumfang bieten.
Ob diese Decoder im Player eingebaut sind oder im nachgeschalteten Verstärker oder
Receiver, spielt technisch keine Rolle.
Für Surround-Sound mit perfekt getrennten Kanälen gibt es drei verschiedene Formate,
Dolby Digital (AC-3), MPEG-2 und DTS. Die Decoder dafür sind in manchen DVD-Spielern
schon eingebaut, andere Firmen bieten Decoder separat an. Was ist besser?
Das lässt sich nicht
generell beantworten, denn beides kann man gut oder schlampig konstruieren. Zwangsläufig
sind separate Decoder teurer, denn ein eigenständiges Gerät bedingt ein eigenes
Gehäuse, ein eigenes Netzteil, einen eigenen Karton, eine eigene Gebrauchsanleitung und
so weiter. Dafür bieten diese Komponenten aber meist auch erweiterte Einstell- und
Variationsmöglichkeiten.
Sind DVD-Player mit THX
besser als andere?
Nicht unbedingt, denn
damit ein Gerät das THX-Logo tragen kann, muss es keine besonderen Voraussetzungen
erfüllen. THX verlangt - ausser Lizenzgebühren - eigentlich fast nur
Selbstverständlichkeiten. So muss der Player über analoge und digitale Audiobuchsen
verfügen und Videoausgänge für Composite und S-Video haben. Alles
Selbstverständlichkeiten. THX-zertifizierte DVD-Player müssen CD-R und CD-RW lesen
können, hingegen sind Komponenten- oder SCART-Ausgänge nicht Pflicht, sondern werden nur
empfohlen. Ausserdem "soll das Gerät zuverlässig, ergonomisch bedienbar und leise
sein".
Was für Audio-Verstärker braucht man für DVD?
Das kommt auf Ihre
Ansprüche an. Im Prinzip brauchen Sie gar keinen, denn Sie können den Ton ja über die
Lautsprecher Ihres Fernsehapparates wiedergeben. Nur steckt in der DVD sehr viel mehr:
Wunderbaren Stereoklang bekommen Sie, wenn Sie den DVD-Spieler an Ihre Stereoanlage
anschliessen. Noch besser wird's wenn Sie eine Dolby-Surround Anlage haben. Deren
Verstärker hat zwar auch nur einen Stereo-Eingang, er macht daraus aber einen
eindrucksvollen Raumklang, der über 5 Lautsprecher wiedergegeben wird. Das mit Abstand
tollste Erlebnis bietet aber Surround-Sound mit 5 getrennten Kanälen in den Formaten
Dolby Digital 5+1 (auch AC-3 genannt), MPEG-2 oder DTS. Da werden vom Decoder (der schon
im DVD-Spieler eingebaut sein kann) 5 separate Audiosignale (und dazu ein 6.,
fakultatives) angeliefert. Um die hörbar zu machen, benötigen Sie einen
Surround-Verstärker, der über 5 (oder 6) separate Eingänge, 5 (oder 6) getrennte
Verstärkerkanäle und 5 (oder 6) Lautsprecherausgänge verfügt. Der 6. Kanal ist nicht
unbedingt nötig, daher heisst das System auch nicht 6-Kanal, sondern 5+1-Kanal. Er bietet
aber das Nonplusultra für Filmfreaks. Dieser Kanal enthält nämlich nur extrem tiefe
Töne und sorgt bei Explosionen, Erdbeben und dergleichen über einen Subwoofer für den
ultimativen Druck in der Magengegend. Mehr dazu auf unserer Seite TECHNIK.
Was für Lautsprecher braucht man für DVD?
Auch hier: Das kommt auf Ihre Ansprüche an. Im Prinzip geht's mit Kopfhörern oder mit
jeder beiliebigen Mono-, Stereo- oder Dolby-Surround Anordnung. Da die Mehrkanal-Systeme
Dolby Digital, MPEG-2 und DTS aber in der Lage sind, über alle 5 Audio-Kanäle den
vollen Frequenzumfang wiederzugeben, besteht das anzustrebende Optimum aber zweifellos aus
fünf gleichen Lautsprechern. Deren ideale Aufstellung wird auf der Seite TECHNIK gezeigt. Surround-Lautsprecher-Pakete verschiedener
Hersteller mit kleineren Lautsprechern für die Surround-Kanäle oder mit einem
"dialog-optimierten" Center-Lautsprecher stellen Kompromisse dar, die im
Einzelfall allerdings auch sehr eindrucksvoll klingen können. Wer den ultimativen Kick in
die Magengrube braucht, kann sich zusätzlich noch einen Subwoofer anschaffen, der die
allertiefsten Frequenzen verstärkt.
Warum gibt es DVD-Spieler mit 10-Bit Video D/A-Wandler, wo das Signal auf der DVD selbst
doch nur mit 8 Bit aufgezeichnet ist?
Aus demselben Grund, aus
dem es auch Compact Disc Player mit 18-Bit D/A Wandler gibt, obwohl die Audiocodierung auf
der CD 16 Bit umfasst: Damit lassen sich im kritischen Bereich mehr Nuancen darstellen.
Bei Video heisst das, dass sich Grauwerte noch etwas feiner abstufen oder Bewegungen noch
detaillierter auflösen lassen, sodass keine digitalen Nebenwirkungen auftreten.
Allerdings darf man die Möglichkeiten höherwertiger D/A-Wandler nicht überschätzen.
Entscheidend für die Bildqualität ist die Qualität der Software.
DVD-Spieler der ersten
Generation können keine CD-R, S-VCS oder MP3 Musik abspielen. Lassen solche Geräte sich
nachrüsten?
Nein, denn der Aufwand
dafür wäre höher als der Preis für ein neues, modernes Gerät.
Wie pflegt man DVDs?
Am besten, indem man ihre
glänzende Seite nicht anfasst und dafür sorgt, dass sie unbeschädigt bleibt. Ein
einzelner Kratzer ist weniger schlimm als die Tausend winzigen, unsichtbaren Kratzer, die
es gibt, wenn man eine DVD mit der glänzenden Seite nach unten auf einen - auch noch so
sauberen - Tisch legt. Sollte eine DVD verschmutzt sein, reinigt man sie am besten mit
einem weichen, eventuell leicht angefeuchteten Tuch. Aber bitte nicht mit kreisenden
Bewegungen, sondern mit geraden, tangentialen oder radialen Bewegungen über die Platte
hinweg.
Darf man zum Beschriften selbstgebrannter DVDs Selbstklebeetiketten verwenden ?
Im Prinzip und von der Theorie her spricht nichts dagegen. In der Praxis gibt es
aber eine ganze Reihe von Geräten, die bei etikettierten DVDs Bildstörungen
produzieren. Aus diesem Grunde muss hier darauf hingewiesen werden, dass kein
Gerätehersteller die Garantie dafür übernehmen kann, dass veränderte - also auch
etikettierte - DVDs in seinen Geräten störungsfrei laufen. Das Etikettieren
geschieht also auf eigenes Risiko.
Welcher DVD-Spieler ist der beste?
Das lässt sich ebensowenig beantworten wie die Frage nach dem besten Auto. Es kommt auf
Ihre Wünsche nach Ausstattung, auf den Anwendungsbereich, das Design, die
Preisvorstellungen und viele andere Faktoren an - und die sind sehr individuell. Das
DVD-Forum gibt daher keine Kaufempfehlungen ab, sondern vermittelt, ganz neutral und
unvoreingenommen, Informationen.
Wo gibt's am meisten
Geräte, wer hat die grösste Software-Auswahl, wo ist's am billigsten?
Selbst wenn wir das wüssten, würden
wir es Ihnen nicht sagen. Denn das DVD-Forum Schweiz ist nicht dazu da, für irgendeine
Firma Werbung zu machen, sondern um firmenübergreifende, neutrale Information zu
vermitteln. In das freie Kräftespiel von Angebot und Nachfrage im Einzelhandel wollen
wir nicht eingreifen. Und abgesehen davon sind Auswahl und Preise einem stetigen Wandel
unterworfen, sodass wir Ihnen den Weg zu Ihrem Händler weder abnehmen können noch
wollen. Falls Sie einen auf DVD spezialisierten Händler in Ihrer Nähe oder irgendwo im
Internet suchen, finden Sie ihn am einfachsten hier.
Können DVD-Videoplayer
auch Musik-CDs abspielen?
Ja, und zwar alle. Man könnte daher sogar
behaupten, ein DVD-Player sei nichts anderes als ein guter CD-Spieler mit Zusatznutzen.
Können DVD-Videoplayer
auch CD-R abspielen?
Für DVD-Videoplayer gilt: Generell nein, da
die kürzere Wellenlänge des DVD-Lasers mit der speziellen Reflexionsschicht der
einmal bespielbaren CD-R nicht zurecht kommt. Es gibt aber Geräte, bei denen es
meistens funktioniert, ohne dass das vom Hersteller offiziell versprochen würde (manche
Sony-Typen). Doch bei neueren Modellen wird es immer mehr zum Standard, dass
auch CD-R zuverlässig erkannt und abgespielt werden. Bei DVD-ROM
Playern konnte die erste Generation keine CD-R abspielen, inzwischen ist dies aber
Standard.
Können DVD-Videoplayer auch DVD-Audio abspielen?
Generell nein. Auf
den meisten DVD-A ist das Musikprogramm aber nicht nur in PCM aufgezeichnet,
sondern auch in Dolby Digital und im DVD-Video Format. Diese können von einem DVD-Videoplayer
abgespielt werden. Das ergibt natürlich nicht ganz die Superqualität von
unkomprimiertem PCM, aber immerhin Surroundsound in schöner Qualität. Dolby
Digital Tracks (manchmal auch DTS) sind aber nicht auf jeder DVD-A drauf, das
ist von Softwarehersteller
zu Softwarehersteller verschieden. Das Kleingedruckte auf der DVD-Hülle lesen!
Können DVD-Audioplayer auch
DVD-Video abspielen?
Es wird reine DVD-A
Abspielgeräte geben (z.B. im Auto oder im Radiorecorder), die nur DVD-A abspielen, also
auch nicht die Audio-Tracks einer DVD-Video. Die ersten DVD-A Abspielgeräte sind aber
samt und sonders "Kombiplayer", die sowohl DVD-V als auch DVD-A akzeptieren und
natürlich auch CDs abspielen.
Können DVD-R
Recorder auch CD-R aufnehmen?
Nein. Sie können zwar
fast alle CD-Formate lesen, aber geschrieben wird nur im DVD-Format.
Können DVD-Videoplayer auch Video-CDs abspielen?
Das ist vom DVD-Standard her eigentlich nicht vorgesehen, sodass kein Gerät verpflichtet
ist, das zu können. Da der MPEG-2 Decoder aber sowieso auch MPEG-1 decodieren kann, ist
es für den Konstrukteur ganz leicht, auch eine "White-Book"-Kompatibilität
herbeizuführen. Aus diesem Grunde können die meisten DVD-Videoplayer auch Video-CDs
uneingeschränkt abspielen.
Können DVD-Videoplayer
auch Photo-CDs abspielen?
DVD-ROM Laufwerke in Computern haben damit keine Probleme, aber DVD-V Heimgeräte sind in
der Regel nicht dafür eingerichtet, auch Kodak Photo-CDs abzuspielen.
Inzwischen kommen aber immer mehr DVD-Player auf den Markt, die auch Picture-CDs
mit JPEG-Bildern wiedergeben können.
Ein in Europa gekaufter DVD-Player spielt PAL-DVDs ab und liefert ein PAL Videosignal an
den Fernseher. Das Gerät kann aber auch japanische Code-2 DVDs abspielen, die nach dem
NTSC-Standard aufgenommen sind. Was für ein Videosignal gibt der Player dann aus?
Zunächst einmal: Alles hier folgende
gilt nur für die Verbindung von DVD-Spieler und Fernseher per
"Composite"-Signal (mit einem Cinch-Kabel aus einer in der Regel gelb
gekennzeichneten Cinch-Buchse oder über ein nur einfach beschaltetes SCART-Kabel) oder
per "Y/C"-Signal (aus einer S-Video/S-VHS/Hosiden Buchse). Was DVD-Player aus
diesen Ausgängen anbieten, ist in aller Regel weder PAL noch NTSC, sondern etwas
dazwischen, das man "Pseudo-PAL" nennt. Vom "richtigen" PAL-Signal
unterscheidet sich dieses dadurch, dass seine Bildwechselfrequenz bei 60 Hz liegt
(PAL=50Hz). Das hat zur Folge, dass dieses Signal nicht mit Sicherheit von jedem
europäischen Fernsehapparat wiedergegeben kann. Der Apparat muss in der Lage sein, sich
auf die für ihn unerwarteten 60 Hz einzustellen. Dies ist bei fast allen modernen
Fernsehgeräten der Fall, bei älteren Modellen ist es aber durchaus möglich, dass das
"Pseudo-PAL" nicht verstanden und kein Bild wiedergegeben wird. Einige wenige
Modelle liefern allerdings beim Abspielen japanischer DVDs ein richtiges NTSC-Signal.
Dieses kann nur von einem Multistandard-Fernseher wiedergegeben werden, sonst bleibt das
Bild schwarz/weiss. Auf der Seite Hardware sehen Sie,
welcher der in der Schweiz erhältlichen DVD-Spieler welches Signal liefert.
Welches ist die ideale
Verbindung von DVD-Spieler und Fernseher?
Eindeutig die
"Komponenten"-Verbindung. Diese bedeutet, dass entweder die drei Grundfarben
(Rot, Grün, Blau) per vollständig beschaltetes SCART-Kabel oder die Farbauszüge
(YUV) über drei Cinch-Kabel übertragen werden. Das ist die direkteste Verbindung
zwischen DVD und Bildschirm und bietet neben der besten Bildqualität auch den Vorteil,
dass hier der Fernseher nicht einmal Multinorm-tauglich sein muss um NTSC-DVDs wiedergeben
zu können.
Europa und Japan tragen gemeinsam den Ländercode 2. Bedeutet das, dass alle Code 2 Player
DVDs aus Europa und auch aus Japan abspielen können?
Nein, denn da gibt es noch einen zweiten Unterschied. Europäische DVDs sind mit 625
Zeilen und 50 Hertz Bildwechselfrequenz codiert, japanische mit 525/60. Nun ist es zwar
für den Konstrukteur kein Problem, das Abspielgerät so zu bauen, dass es beide DVDs
abspielen kann. Er ist dazu aber nicht verpflichtet, weil das vom DVD-Standard nicht
vorgeschrieben wird. In der Praxis hat das dazu geführt, dass es nun auf dem Markt solche
und solche gibt. Generell gilt die Faustregel, dass in Japan verkaufte Geräte meist nur
die dort verkauften 525/60 DVDs akzeptieren, während die in Europa angebotenen Geräte
meist Combiplayer sind, die mit beiden Spielarten zurecht kommen. Also: Erst Prospekt
lesen, dann kaufen! Was eventuelle Probleme mit Fernsehgeräten angeht, so akzeptieren
heute fast alle modernen Fernseher über den Videoeingang Signale sowohl mit 50Hz
Bildwechselfrequenz als auch mit 60 Hz. Wenn ein älteres Gerät mit 60Hz-DVDs nicht
zurecht kommt, ist das ein guter Grund, sich nach einem zeitgemässen umzusehen.
Ist das Überspielen von DVDs auf VHS-Kassetten legal?
Ja, sofern Sie es ausschliesslich zum privaten, nicht öffentlichen und nicht
kommerziellen Gebrauch tun. Fast allen DVD-Herstellern ist aber auch das ein Dorn im Auge,
und daher geben DVD-Spieler am Composite- (FBAS) und am Y/C-Ausgang ein Makrovision-Signal
aus. Dieses bewirkt, dass VHS-Kopien extrem stark gestört und damit unbrauchbar werden.
Bei Geräten, die mit SCART-Anschluss ausgerüstet sind, sind FBAS- und Y/C-Signale
ebenfalls mit Makrovision versehen. Anders verhält es sich mit dem an manchen
SCART-Anschlüssen abgreifbaren RGB-Signal. Dieses ist immer ohne Makrovision, was aber
nicht weiterhilft, denn RGB-Signale können von keinem VHS-Videorecorder aufgenommen
werden.
Es gibt Firmen, die
DVD-Player so modifizieren, dass sie weltweit sämtliche DVDs mit allen Ländercodes
abspielen können. Ist ein solcher Umbau ungesetzlich?
Nein, denn damit werden
keine Urheberrechtsbestimmungen verletzt. Mit dem Kauf einer DVD erwirbt man das Recht,
sie sich anzusehen, wo und auf welchem Gerät auch immer. Ebenso wie es erlaubt ist, sich
aus den USA einen DVD-Spieler mit Ländercode 1 mitzubringen und darauf hier amerikanische
DVDs abzuspielen, ist es auch gestattet, sich einen hier gekauften Spieler so
herzurichten, dass er mit amerikanischen DVDs zurechtkommt. Allerdings ist ein solcher
Umbau mit einigem Aufwand verbunden und die darauf spezialisierten Firmen weisen darauf
hin, dass durch einen solchen Eingriff die Herstellergarantie erlischt. Überdies kommt es
vor, dass DVD-Spieler sich trotz Umbau weigern, bestimmte US-DVDs zu akzeptieren.
Was sind UMD?
UMDs sind optische Discs
mit einem Durchmesser von 60 Millimetern, die in einer Plastikschutzhülle
stecken. Mit einer Datenkapazität von 1,8 GB kann die Disc 140 Minuten
Videosequenzen in DVD-Qualität speichern. Das Format wurde von Sony für die
PlayStation Portable-Konsole entwickelt. UMD sind nicht mit DVDs kompatibel und
lassen sich nicht auf DVD-Playern abspielen.
Können DVD-ROM Player auch Musik-CDs abspielen?
Ja, aber ob Sie das auch hören können, hängt
davon ab, ob Sie auch eine Soundkarte, Verstärker und Lautsprecher, oder wenigstens einen
Kopfhörer haben.
Können DVD-ROM Player auch CD-ROM abspielen?
Ja, ohne Einschränkung.
Können DVD-ROM Player
auch DVD-Video abspielen?
Ja. Damit Sie die aber auch sehen können, brauchen Sie noch eine MPEG-2 Decodierung an
deren Ausgang dann ein Video- und ein Audiosignal zur Verfügung stehen. Diese Decodierung
kann durch eine geeignete Software vorgenommen werden. Das ist aber nicht ganz
unproblematisch, denn es funktioniert nur mit sehr schnellen Rechnern und belastet das CPU
stark.Abgesehen davon ist die Software-Decodierung meist weniger komfortabel, zum Beispiel
fehlt oft eine hochqualitative Anschlussmöglichkeit für einen Fernseher und meist ist
auch keine Möglichkeit vorhanden, einen Mehrkanal-Audiodecoder anzuschliessen. Auch ist
die Bildqualität nicht immer optimal, zum Beispiel kommt es häufig zu Bildruckeln und
auch die Anpassung von Videokarten ist nicht immer unproblematisch. Demnach eignen sich
Softwaredecoder vor allem zur einfachen Videowiedergabe auf dem Computermonitor. Als
alternative dazu gibt es die preisgünstige, praktische und betriebssichere Decodierung
durch eine MPEG-2 Decoderkarte, die bei vielen DVD-ROM Laufwerken gleich mitgeliefert
wird. An die kann man meist auch noch einen externen Fernseher, eine Stereoanlage oder
sogar einen Dolby Digital Surroundsound-Decoder anschliessen. Wichtig: Auch DVD-ROM Player
tragen Ländercodes. Vor dem Kauf muss also unbedingt geklärt werden, für welchen
Ländercode der Player gebaut ist. Meist lässt sich der Ländercode 5x umstellen,
dann aber bleibt er fixiert.
Kann man auch VHS-Kassetten auf einen
DVD-Videorecorder überspielen?
Ja, und das ist auch die sicherste Methode,
VHS-Aufnahmen dauerhaft zu konservieren. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Kommerziell
vertriebene VHS-Kassetten, zum Beispiel von Spielfilmen, sind häufig mit
"Macrovision" gegen unerlaubtes Kopieren geschützt. Solche Programme
auf DVD zu überspielen, ist in der Schweiz erlaubt, sofern dies ausschliesslich
für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch geschieht. Technisch funktioniert
es aber nur, wenn zwischen VHS-Abspielgerät und DVD-Recorder ein "Macrovision-Killer"
oder ein professioneller "Time-Base-Corrector" geschaltet wird.
Kann man Aufnahmen aus einem
DV-Camcorder auf einen DVD-Videorecorder überspielen?
Ja, und zwar auf digitaler Ebene und in
optimaler Qualität. Dafür sorgt der (bei den meisten Recordern vorhandene)
DV-Digital-Eingang des Recorders nach IEEE 1394, auch Firewire oder I-Link genannt. Die
Umwandlung des DV-Signals in das DVD-konforme MPEG-2 erledigt der Recorder ganz
automatisch.
Auf den Recordern nach dem DVD-RW
Standard kann man DVDs im Video-Format und im Video Recording Format bespielen. Was ist
der Unterschied?
Eine im DVD Video-Format erstellte Aufnahme
kann auf nahezu jedem konventionellen DVD-Player abgespielt werden. Allerdings verlangt
dieses Format bei der Aufnahme einen ununterbrochenen Datenstrom. Wenn eine Aufnahme
unterbrochen, geschnitten, umgestellt und sonstwie bearbeitet werden soll, geschieht dies
im Video Recording Format. Eine solche Aufnahme kann aber nur im Aufnahmegerät selbst
oder in einigen wenigen speziell dafür eingerichteten Geräten abgespielt werden. Diese
Einschränkung ist keine Qualitätsfrage, sondern hat mit der Datenstruktur auf der Platte
zu tun.
DVD-R und DVD+RW sind Formate, die
in fast jedem konventionellen DVD-Player abgespielt werden können. Warum nicht in jedem?
Das hat ein bisschen mit der
Entwicklungsgeschichte der DVD zu tun. In der Anfangszeit der DVD gab es noch keine
Testplatten für DVD-9, die DVD mit zwei Informationsschichten auf einer Seite. Das hat
dazu geführt, dass damals eine Reihe von Abspielgeräten hergestellt wurden, die Mühe
haben, die zweite Informationsschicht der DVD-9 zu lesen. Das Reflexionsverhalten der
DVD-R und vor allem der DVD+RW entspricht aber ziemlich genau dem dieser zweiten
Informationsschicht. Und so erklärt sich, dass manche Geräte diese nicht lesen können.
DVD+RW nimmt für sich nahezu
perfekte Kompabilität mit existierenden DVD-Playern in Anspruch. Welche Geräte können
DVD+RW abspielen und welche nicht?
Philips als wichtigster Systemhalter des
Formates DVD+RW hat umfangreiche Tests durchgeführt und die Ergebnisse veröffentlicht.
Auf
DVD+RW Compatibilitylist DVD-Video Players
gibt es eine Liste der Abspielgeräte, die DVD+RW problemlos akzeptieren. Etliche der dort
mit ok bezeichneten Modelle weisen allerdings hinter dem ok ein Sternchen auf (ok*).
Dieses bedeutet, dass eine DVD+RW im Originalzustand nicht abgespielt werden kann. Man
kann sie aber abspielbar machen. Dazu legt man die Platte in die Schublade des Recorders
ein. Die Schublade nicht schliessen, sondern an der Fernsteuerung die Taste 2 drücken und
gedrückt halten bis die Platte im Gerät veschwunden ist. Nun wird die Datenstruktur
dieser DVD+RW vom Gerät umgestellt und in dieser Form kann die Platte nun von dem
beschriebenen DVD-Player abgespielt werden. Weil es vorkommt, dass die Platte danach von
gewissen anderen DVD-Playern nicht mehr akzeptiert wird, kann man diesen Vorgang auch
umkehren. Dafür legt man die DVD+RW wieder in die Schublade des Aufnahmegerätes und
hält diesmal die Taste 1 an der Fernbedienung so lange gedrückt, bis die Platte im
Gerät verschwunden ist. Damit ist der Originalzustand wieder hergestellt.
Es gibt DVD-Recorder, die pro
Plattenseite bis zu 8 Stunden Aufnahme erlauben. Geht das nicht auf Kosten der Bild- und
Tonqualität?
Auf Kosten der Tonqualität nur in
sehr geringem Ausmass. Was das Bild angeht, so werden bei
längerer Spielzeit weniger Daten pro Zeiteinheit verwendet, was technisch gesehen zu
einer Einschränkung der Bildschärfe führt. Allerdings ist diese auch im 8-Stunden Modus
in verschiedener Hinsicht immer noch besser als die von VHS und es gibt kein analoges
Bandrauschen, kein Bildwackeln (Jitter) und keine Probleme mit Farbsättigung oder der
Abnützung im Jog- und Shuttlebetrieb. Aber natürlich ist die Bildqualität im
4-Stunden-Modus sichtbar besser.
Wodurch unterscheiden
sich die wiederbeschreibbaren DVD-Formate DVD-RAM, DVD-RW und DVD+RW in der Praxis voneinander?
Vor allem durch die Möglichkeiten,
die sie für die Nachbearbeitung von Aufnahmen bieten. Angenommen, man nimmt auf
DVD-RW oder DVD+RW 3 Programme hintereinander auf und hat dann noch einiges an
freier Aufnahmekapazität zur Verfügung, dann lässt sich dies grafisch etwa so
darstellen:
| DVD-/+RW | Progr. 1 | Progr. 2 | Progr. 3 | frei |
Löscht man nun das Programm 2, so entsteht dort eine freie Stelle, die man für eine neue Aufnahme nutzen kann. Man muss sich allerdings entscheiden, ob eine neue Aufnahme nach Programm 1 oder nach Programm 3 beginnen soll. Wenn man sie nach Programm 1 beginnen lässt und sie dauert länger als es das Programm 2 war, zerstört man damit Programm 3. Das ist hier nicht anders als bei einem VHS-Videorecorder. Je mehr Programme man mit der Zeit aufnimmt und wieder löscht, umso mehr einzelne freie Stellen ergeben sich.
| DVD-/+RW | Progr. 1 | frei | Progr. 3 | frei |
Grundlegend anders verhält sich die DVD-RAM. Da sie ihre Wurzeln in der Computertechnik hat, funktioniert sie ähnlich wie eine Harddisk. Wenn man hier das Programm 2 löscht, rutschen die verbliebenen Programme zusammen. Alle durch Löschen frei gewordenen Stellen werden automatisch addiert und erhöhen damit die Kapazität für weitere Aufnahmen. Dadurch muss man sich auch nicht entscheiden, an welcher Stelle der Disc eine neue Aufnahme beginnen soll. Jede Aufnahme beginnt automatisch am Ende der letzten.
| DVD-RAM | Progr. 1 | Progr. 3 | frei |
Wodurch unterscheiden
sich die einmal beschreibbaren DVD-Formate DVD-R und DVD+R in der Praxis voneinander?
In Kapazität, Bild- und Tonqualität
sowie Haltbarkeit unterscheiden sie sich nicht. Damit ergeben sich bei Verwendung in einem DVD-Videorecorder in der Praxis keine nennenswerten Unterschiede. Sowohl DVD-R als auch DVD+R werden nach dem Beschreiben fixiert und können danach in
keiner Weise mehr verändert werden. DVD-R ist vom weltweiten DVD-Forum
standardisiert und auf nahezu allen konventionellen DVD-Playern abspielbar.
DVD+R muss ohne das offizielle DVD-Logo auskommen, erreicht in der Praxis aber
eine nahezu gleich gute Abspielkompatibilität.