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Hier sind Sie richtig, wenn Sies ganz genau wissen wollen. Wie die DVD aufgebaut ist, wie sie funktioniert, was es zu beachten gilt und vieles mehr. Wenn Sie ein technisches Problem haben, sehen Sie am besten unter FAQ nach. Dort beantworten wir viele Fragen, die immer wieder gestellt werden. Sollte Ihre Frage dort nicht beantwortet sein, schreiben Sie sie uns doch bitte ins Gästebuch. Dann können wir sie Ihnen per e-mail beantworten und eventuell auch gleich unseren FAQs hinzufügen, damit auch andere Besucher etwas davon haben.
Zunächst einmal, kurz und bündig das Wichtigste: Die DVD ist die CD des neuen Jahrhunderts.
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Sie sieht aus wie eine Compact Disc, kann aber noch viel, viel mehr. Zum Beispiel Hollywood-Filme in überwältigender Bild- und Tonqualität spielen. Oder den Inhalt von mehr als 11.000 Floppy-Disks speichern. |
Ihre Speicher-Kapazität ist bis zu 25 Mal so gross wie die einer CD. Das reicht nach heutiger CD-Technik bequem für sämtliche 41 Symphonien von Mozart auf einer einzigen DVD. Natürlich ist das aber nicht der Sinn der Sache. Sinnvoll und notwendig ist diese Daten-Kapazität im wesentlichen für zwei Dinge: Für Video- und für Computeranwendungen.Wie das alles im Detail funktioniert, erfahren Sie ganz genau etwas weiter unten.
Hier zeigen wir Ihnen schon einmal die wichtigsten Vorteile, zunächst für Video:
Auf einer DVD lassen sich mehr als 8 Stunden Videoprogramm in einer Bildqualität speichern, wie man sie bisher nur aus den besten Studios gekannt hat. Dazu Untertitel in bis zu 32 Sprachen und 5+1-Kanal Digital-Surround-Sound in bis zu 8 Versionen. Das ergibt ein völlig neuartiges Heimkino-Erlebnis und wird dazu führen, dass man über kurz oder lang eine kleine DVD-Schublade im Fernsehapparat haben wird, die den neuesten Hollywood-Schinken in beeindruckender Super-Qualität abspielen wird.
Die vom VHS-System her bekannten Probleme mit unzureichender Bildqualität, schlechtem Ton, unangenehmer Bandabnützung und langwierigem Hin- und Herspulen gibt es hier nicht mehr - dafür neuartigen Bedienungskomfort wie zum Beispiel diesen: Gleich nach dem Einlegen der DVD in das Abspielgerät sieht man auf dem Fernsehschirm ein Menü, in dem man sich aussucht, in welcher Sprachversion und mit welchen Untertiteln man den Film sehen möchte, ob im normalen Fernsehformat oder als Breitbildversion. Und man sieht eine Menge kleiner Standbilder, die die Anfänge der verschiedenen Kapitel des Films markieren. Ein Klick mit der Fernbedienung auf eines dieser Bilder - und sofort beginnt der Film genau an dieser Stelle.
Auch für die Computertechnik bietet die DVD zukunftsweisende Vorteile:
17 Gigabyte, das ist die Kapazität von etwa 25 voll bespielten CD-ROM oder von mehr als 11.000 3,5" Floppy Disks. Damit lassen sich nun auch komplizierte, hochauflösende Grafikprogramme oder hyperrealistische 3-D Videospiele auf einem einzigen Datenträger unterbringen. Und die im Vergleich zu CD-ROM verzehnfachte Daten-Transferrate sorgt dafür, dass auch die modernen, schnellen Rechner genügend ausgelastet werden. Damit steht schon heute fest, dass die DVD der Datenträger für die neue Generation von Multimedia-Anwendungen aller Art werden wird. Dies umsomehr, als man auf der DVD auch schon selbst aufnehmen kann. Auch nicht schlecht: Die Datensicherheit ist 10x besser als bei CD-ROM !
Oberflächlich betrachtet sieht eine DVD gleich aus wie eine Compact Disc. Eine optische Platte von 12 Zentimetern Durchmesser und mit einer Dicke von 1,2 Millimetern. Bei näherer Betrachtung erlebt man jedoch ein paar dicke Überraschungen:
Was sich daraus im einzelnen für Vorteile ergeben, lesen Sie auf diesen Seiten:
Eine DVD für High-End Audio, das könnte der Nachfolger
der Compact Disc werden. Der Standard dafür, der im September 1998 festgelegt wurde,
erlaubt verschiedene Qualitätsstufen, je nach Verwendungszweck. Auch die Zahl der
Übertragungskanäle kann den Wünschen und Erfordernissen angepasst werden, von mono bis
Surroundsound. Auch in der höchsten Qualitätsstufe und mit allen Surroundkanälen bleibt
noch immer eine Spieldauer von mindestens 74 Minuten auf einer Seite. Dazu gibt
es Platz für Songtexte, Diashows, die synchron zur Musik oder auch frei wählbar
gestaltet werden können, sowie Videoclips. Man könnte sogar DVD-Audio
herstellen, die eine zusätzliche Informationsschicht im CD-Standard enthalten.
Dann wäre dieselbe Musik wahlweise im Surrounds-Supersound oder in
"gewöhnlicher" CD-Qualität abspielbar.
Was aus der DVD alles an Supersound herauszuholen ist, lesen Sie im
Exklusivinterview mit dem Produzenten und Tonmeister Holger Urbach. Ueber
die neuesten Entwicklungen in der Audiowelt finden Sie auf unserer Seite
Presseschau
ausführliche Fachartikel von Albrecht Gasteiner.
Für den Computer bietet die DVD so viele Vorteile, dass schon sehr bald die heutigen CD-ROM Laufwerke durch DVD-ROM Spieler abgelöst werden könnten. Dies umsomehr, als die neuen Geräte auch bisherige CD-ROMs lesen können. Die erhöhte Speicherkapazität - je nach Bedarf zwischen 4,7 und 17 GB, erlaubt es nun, hochrealistische Grafikprogramme, aufwendige Multimediaanwendungen und grosse Datenbanken aller Art auf einem einzigen Datenträger unterzubringen, wo bisher oft mehrere CD-ROMs gewechselt werden mussten. Ausserdem ist die Datenrate etwa 10 Mal so gross wie bei der CD-ROM (beide bei Normalgeschwindigkeit), die Zugriffsgeschwindigkeit liegt (heute) bei etwa 140 Millisekunden über eine Datenmenge von mehr als 1,5 GB. Beruhigendes Detail: Die Datensicherheit der DVD ist 10x so gross wie bei CD-ROM.
Interessant ist auch, dass für DVD-ROM exakt dasselbe Datenformat benützt wird wie für DVD-Video. Als Folge davon kann man auf DVD-ROM-Playern auch DVD-Video abspielen. Die Decodierung übernimmt entweder eine entsprechende Video-Karte oder aber gleich die Software.
Doch wie funktioniert eine DVD, wodurch unterscheidet sie sich von anderen Informationsträgern? Das lesen Sie hier.
In den 15 Jahren, die es die Compact Disc nun gibt, hat die Technik viel gelernt und enorme Fortschritte gemacht. Fabrikationstechnik, digitale Codierungs- und Kompressions-Algorithmen sowie Chiptechnik und Player-Mechanismen sind in eindrucksvoller Weise weiter entwickelt worden. Die Summe dieser Erfahrungen und die Wünsche und Träume von Ingenieuren und Anwendern haben nun die nächste Generation von optischen Speichern hervorgebracht. Den neuen Weltstandard DVD.
DVD entspricht ebenso präzise den Wünschen des Studio Advisory Comittee" der Filmindustrie wie den Spezifikationen der Technical Working Group" der Computerindustrie. Noch nie hat ein Produkt schon vor seiner Einführung so breite internationale Unterstützung gefunden.
Aufbau
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Die DVD wird aus Polycarbonat gepresst wie eine CD. Die darauf eingeprägten Pits sind hier aber bedeutend kleiner und sie sind enger angeordnet, der Spurabstand ist also geringer. | ||
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Die DVD hat mit 1,2 mm dieselbe Dicke wie eine CD, sie besteht aber grundsätzlich aus zwei jeweils 0,6 mm dicken Teilen, die Rücken an Rücken miteinander verklebt werden. Das erhöht die Verwindungssteifheit und damit die Abtastpräzision. |
Selbstverständlich können beide Teile bespielt sein, in einem solchen Fall bleibt allerdings nur sehr wenig Platz zum Beschriften der DVD (nur im Zentrum).
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Jede Seite der DVD kann zwei Informationsebenen enthalten,
was ihre Kapazität nahezu verdoppelt. Diese
neuartige Zweischichtentechnik benützt einen halbtransparenten Film, der um etwa 50 µ
vor der ersten Schicht liegt. Wenn die tiefer liegende Informationsebene abgetastet wird,
liest" der Laser also durch diesen halbtransparenten Film hindurch. Dessen
eingeprägte Informationen stören nicht, denn der Laser erkennt nur die Informationen,
auf die er fokussiert ist. Am Ende der tieferliegenden Schicht springt die Fokussierung
des Lasers auf die semitransparente Schicht und liest diese. Dass dieses Umschalten ohne
Programmunterbrechung vor sich geht, wird durch zwei Besonderheiten sichergestellt:
Erstens Wird die erste Schicht von innen nach aussen gelesen und die zweite von aussen
nach innen, sodass die Stellung des Laserschlittens sowie die Drehzahl beim Umschalten
nicht verändert werden müssen, und zweitens gibt es einen elektronischen Speicher, der
für bruchlose Wiedergabe sorgt. |
Spezifikationen
Dies sind die grundsätzlichen Spezifikationen des DVD Formats im Vergleich zur herkömmlichen Compact Disc:
| CD | DVD | |
| Durchmesser | 120 mm | 120 mm |
| Dicke | 1,2 m | 1,2 mm |
| Struktur |
aus einem Stück |
aus zwei miteinander verklebten
Teilen
von je 0,6 mm Dicke |
| Laser Wellenlänge | 780 Nanometer (Infrarot) | 650 und 635 Nanometer (Rot) |
| Numerische Öffnung der Fokussierlinse | 0,45 | 0,6 |
| Spurabstand | 1,6 Mikrometer | 0,74 Mikrometer |
| Signalmodulation | 8 - 14 | 8 - 16 |
| Kleinste Pitlänge | 0,83 Mikrometer | 0,4 Mikrometer |
| Rotationsgeschwindigkeit minimal | 3,5 Hz | 10,5 Hz |
| Rotationsgeschwindigkeit maximal | 8 Hz | 25,5 Hz |
| Abtastgeschwindigkeit | 1,2 Meter/sec. (konstante Lineargeschwindigkeit) |
4,0 Meter/sec. (konstante Lineargeschwindigkeit |
| Datenebenen | 1 | 1 - 2 pro Seite |
| Abstand der Datenebenen | - | 40 - 70 µm |
| Korrigierbare Fehlerlänge | 2,5 mm | 6 mm |
| User-Datenrate | Mode 1: 153,6 kByte/sec. Mode 2: 176,4 kByte/sec. |
1108 kByte/sec. |
Da gibt es eine Menge Antworten, denn DVDs gibts in verschiedenen Duftnoten. Was den Durchmesser angeht, so gibt es heute nur die klassische 12 cm Version. Es wird zu einem späteren Zeitpunkt aber auch handliche 8 cm DVDs geben. Beide sind 1,2 mm dick.
Jede DVD kann einseitig oder doppelseitig bespielt sein. Und jede Seite kann zwei Informationsebenen enthalten. Die entsprechenden Kapazitäten sehen so aus:
| Name | Durchmesser | ein- / doppelseitig | Informationsebenen | Kapazität | Video Spieldauer |
| DVD-5 | 12 cm | einseitig | eine | 4,7 Gbytes | > 2 Stunden |
| DVD-9 | 12 cm | einseitig | zwei | 8,5 Gbytes | ~ 4 Stunden |
| DVD-10 | 12 cm | doppelseitig | eine | 9,4 Gbytes | ~ 4,5 Stunden |
| DVD-14 | 12 cm | doppelseitig | eine/zwei | 13,2 Gbytes | ~ 6 Stunden |
| DVD-18 | 12 cm | doppelseitig | zwei | 17 Gbytes | > 8 Stunden |
| DVD-1 | 8 cm | einseitig | eine | 1,4 Gbytes | ~ 1/2 Stunde |
| DVD-2 | 8 cm | einseitig | zwei | 2,7 Gbytes | ~ 1,3 Stunden |
| DVD-3 | 8 cm | doppelseitig | eine | 2,9 Gbytes | ~ 1,4 Stunden |
| DVD-4 | 8 cm | doppelseitig | zwei | 5,3 Gbytes | ~ 2,5 Stunden |
Man braucht durchschnittlich 2 Gigabyte für eine Stunde Video. Diese Faustregel ist aber mit Vorsicht zu geniessen, denn wieviel Video wirklich auf eine DVD passt, hängt zum einen davon ab, wieviel Audio und wieviel Untertitel man dazupackt, zum anderen - und das ganz massiv - davon, wie stark man Video und Audio komprimiert. Fast überall ist die Angabe von 133 Minuten für eine Informationsebene zu lesen. Wenn man sich aber mit Mono-Ton begnügt, sind es schon 160 Minuten, und wenn man das Video auf VHS-Qualität (horribile dictu!) zusammenquetscht, passen sage und schreibe 9 Stunden Programm auf eine einzige Informationsebene.
Die im allgemeinen veröffentlichten Spielzeitangaben beziehen sich auf eine durchschnittliche Video-Datenrate von 3,5 Mbit/sec. Das entspricht einer sehr hohen Bildqualität bei einem durchschnittlichen Film. Hier sehen Sie, wieviel Platz Video, Audio und Untertitel in der Regel einnehmen. Die maximale nutzbare Datenrate beträgt 9,8 Mbit/sec., davon stehen maximal 6,144 Mbit/sec. für Audio zur Verfügung sowie 0,04 Mbit/sec. für Untertitel.


Bei einer durchschnittlichen Datenrate von 4,7 Mbit/sec. (nämlich 3,5 Mbit/sec. für Video und 1,2 Mbit/sec. für 3 5+1 Soundtracks) passen ca. 135 Minuten Programm auf eine Informationsebene. Für einen 2-Stunden Film mit 3 Soundtracks stehen schon 5,2 Mb/sec. zur Verfügung. Und soll die Bildqualität in jeder Sekunde absolut optimal sein, stehen dem 2-Stunden Film auf zwei Informationsebenen durchschnittlich 9,5 Mbit/sec. zur Verfügung.
An der Entwicklung der DVD und deren weltweiter Standardisierung haben eine ganze Reihe von Firmen mitgewirkt. Etliche haben ihre eigenen Patente eingebracht und daraus resultiert nun die Tatsache, dass bei der Herstellung einer DVD einer Vielzahl von Organisationen Lizenzen für die Verwendung der verschiedenen Patente bezahlt werden müssen:
| 3C (3 Companies) |
Philips, Pioneer, Sony |
| 6 C (6 Companies) |
AOL-Time Warner, Hitachi, JVC, Matsushita, Mitsubishi, Toshiba |
| DVA | Discovision Associates (nur in den USA) |
| DVD FLLC | DVD Format and Logo Licensing Corporation (3C + 6C + Thomson) |
| MPEG-LA | 18 Firmen, die geistiges Eigentum an der MPEG Video Codierung besitzen |
| H.264 (MPEG 4, Part 10, AVC Advanced Video Coding) |
Columbia University, Electronics and Telecommunications Research Institute of Korea, France Telecom, Fujistsu, LG Electronics, Microsoft, Sony, Nokia, Philips Electronics |
| DVD CCA | DVD Copy Control Association |
| Makrovision | Analog Kopierschutz |
| Philips | Dolby Digital Codierung |
Wie kompliziert das Lizenzsystem ist, kann man der nachstehenden Tabelle entnehmen, die das Lizenzsystem der "6C" Gruppe ab 1. März 2005 darstellt.
Für neue Lizenznehmer:

Für bestehende Lizenznehmer:

HDTV auf optischen Speichern
Die verschiedenen Entwicklungen, die es ermöglichen, die enormen Datenmengen von hochauflösendem Video zu speichern, finden Sie im HDTV-Forum Schweiz.